01.03.2010 - Alles Käse

Tadel nicht den Fluss, wenn du ins Wasser fällst.
Jean Jaurès (fr. Politiker, 1859 – 1914)

Eine Kuh zupft auf der Wiese mal hier und mal dort ein paar Grashalme oder Kräuter, nimmt auch Heu oder Silage zu sich und verarbeitet alles zu Milch. Und die Milch kann weiter zu Butter und Käse verwandelt werden. Aber haben Sie beim Essen schon mal daran gedacht, dass das alles vorher nur Gras war?

Ähnliche Veränderungen sind im Internet möglich, wenn man selbst aktiv Spuren legt. So werden auch hier viele Informationen von den Nutzern eingegeben und man weiß nicht, was daraus einmal wird. Völlig ohne Hintergedanken wird ins „Facebook“ geschrieben, dass man jetzt 3 Monate ohne Führerschein ist und wieder zur Zigarette gegriffen hat. An anderer Stelle schimpft man gemeinsam mit Freunden über irgendwelche Typen, die man nicht leiden kann, und schreibt zu allem Möglichen seinen Kommentar. Oder weiß jemand im Forum, wo man am preiswertesten sein Auto reparieren lassen kann, das man gegen die Wand gefahren hat?

All diese Spuren im Internet werden mehr und mehr aus den verschiedensten Gründen gesammelt. Hinzu kommen die Kenntnisse über unser Kaufverhalten (Einträge auf den Payback-Karten und Einkäufe über das Internet), Schufa-Auskünfte und vieles mehr. Auch unsere Daten bei den Reiseveranstaltern, Banken und Krankenkassen werden immer anfälliger für den Zugriff durch Datensammler.

Und diese Informationen können alle mit anderen Untersuchungen und allgemeinen Statistiken verbunden werden, so dass ein völlig neues Bild über den Internet-Nutzer entsteht, der sich an verschiedenen Stellen oft genug verewigt hat. Ein Arbeitgeber kann so schon vor einem Vorstellungsgespräch durch Auswertung der Internet-Daten zu der Erkenntnis gekommen sein, dass der Bewerber wahrscheinlich sozial nicht gut integrierbar ist und so weiter und so fort. Dabei kann es auch zu „wissenschaftlichen“ Prognosen kommen, dass der junge Kandidat in dem vorgesehenen Job mit etwa 53 Jahren häufiger als die anderen in seinem Alter krankfeiern wird. Insgesamt würden dadurch seine Gesamtkosten für den Betrieb deutlich über denen der anderen Bewerber liegen. Und das liegt alles schon auf dem Tisch der Firma, ohne dass der Interessent dazu jemals gefragt worden ist oder nur Kenntnis darüber erhalten hat.

So hinterlässt man im Internet ganz locker, was man macht und denkt und belegt dies noch mit möglichst vielen Bildern. Und am Ende ist alles Käse. Oder?

Ihr
Erler.Nordlicht@gmx.de

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