09.07.2012 >>> Der QR-Code

Der hat am besten für die Zukunft gesorgt, der für die Gegenwart sorgt. Franz Kafka (deutschsprachiger Schriftsteller, 1883 – 1924)
Es ist schon interessant, eine technische Entwicklung zu beobachten. So hatte ich im März 2008 bei heise-online gelesen: „Was in Japan längst alltäglich ist, nimmt auch hierzulande konkrete Formen an.“ Und weiter hieß es: „In Asien am weitesten verbreitet und in Deutschland derzeit stark im Kommen ist der QR Code. Der QR Code wurde 1994 bei Denso in Japan entwickelt.“ Das hatte mich natürlich neugierig gemacht, da ich mich nicht gerne von technischen Neuerungen überrumpeln lasse. Doch richtig bemerken konnte man bei uns als normaler Bürger von dieser technischen Neuerung praktisch noch nichts, während in Japan ganze Plakatwände ausschließlich mit mehren Dutzend QR-Codes gefüllt waren. Bei der Einladung zur regionalen Mittelstandsmesse (b2d) im Juli 2012 in der VELTINS-Arena war mir aufgefallen, dass dort vom „Wandel der Zeit“ die Rede war und deshalb „eine zeitgerechte Besucherregistrierung via QR- Codes“ zu erwarten sei. Und auf der Messe waren etliche Aussteller, die in ihren Prospekten auch QR-Codes abgedruckt hatten. Also ist es an der Zeit, dass auch meine Leserinnen und Leser erfahren, was es mit dem QR-Code auf sich hat. Auf praktisch jedem Produkt, das heutzutage im Handel angeboten wird, ist ein Strichcode, der auch Balkencode oder Barcode genannt wird. Viele werden sich kaum mehr daran erinnern, wie es früher an der Kasse im Supermarkt ablief, als es diesen – eindimensionalen Code noch nicht gab oder der Scanner zum Einlesen noch nicht installiert war. Die meisten werden auch bei der Bundesbahn schon mal gesehen haben, wie der Zugbegleiter sein Gerät auf ein Online-Ticket gehalten hat. Damit wird das kryptische Quadrat in der oberen rechten Ecke, das aus schwarzen und weißen Punkten besteht, als 2-dimensionaler Code (Aztec-Code) gelesen – mit allen Informationen, die eine Fahrkarte enthalten muss. Der QR-Code ist ebenfalls ein 2-dimensionales Quadrat aus schwarzen und weißen Feldern, in dem Informationen gespeichert werden. Diese Botschaften soll sich der Betrachter anschauen, indem er die Kamera in seinem Handy darauf richtet. Wenn er das richtige Programm geladen hat – z.B. „QR Droid“ als Android App oder für Apple -, wird ihm die Nachricht übermittelt. Dies kann z.B. sein:
  • eine Internetadresse,
  • eine Telefonnummer,
  • eine - vollständige – Adresse oder
  • eine Nachricht mit bis zu 160 Zeichen.
Statt eines Handys kann natürlich auch jedes andere elektronische Gerät mit Kamera und Internetanschluss eingesetzt werden. Und weil die Smartphones in Deutschland immer beliebter werden, wird auch die Verbreitung des QR-Code bei uns zunehmen.

Sie können auch selbst einen QR-Code herstellen, wenn Sie die entsprechende Internetseite öffnen, z.B. von Kaywa. Und damit wird auch die private Nutzung in diesem Bereich zunehmen. So kann man auf diesem Wege seine komplette Adresse mit allen Angaben als QR-Code versenden oder mit den gewünschten Daten auf den Kofferanhänger drucken, usw.

Von dem QR-Code habe ich übrigens schon 2009 Gebrauch gemacht und bei einigen Veröffentlichungen den nebenstehenden QR-Code eingesetzt. Aber die Zeit war damals noch nicht reif für eine breitere Anwendung. Doch jetzt ist es langsam so weit. Oder?

Ihr
Erler.Nordlicht@gmx.de

 

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