11.10.2010 - Veränderungen

Fehlplanung ist etwas, was viele Menschen mit Schicksal verwechseln. Molière (franz. Dramatiker, 1622 – 1673)
Dem Umbau des Hauptbahnhofs in Stuttgart liegt eine Planung zugrunde, die vor mehr als 15 Jahren in Auftrag gegeben worden ist. Dabei wird schon fast das viel zitierte Bonmot bestätigt: „Planung ersetzt Chaos durch Irrtum.“ Das erinnert mich an die 70er Jahre, als in Gelsenkirchen wohl immer noch gehofft wurde, die Einwohnerzahl von 400.000 zu erreichen (1959 historischer Höchststand mit 391.745 EW). Darauf war auch die Stadtplanung immer noch ausgerichtet mit einem – heute zu großen – neuen Hauptbahnhof und einer Nord-Süd-Autobahn (A 41) durch das Stadtgebiet. Zu den geplanten Veränderungen gehörte auch der Abriss des alten Postgebäudes am Hauptbahnhof aus den Anfangsjahren des vorigen Jahrhunderts, das einem neuen Hochhaus weichen sollte. Die Abrissbirne stand praktisch schon auf Abruf, als Politik und Verwaltung die Bürgerproteste aufnahmen und die Planung der neuen Situation anpassten: Das Gebäude ist nicht abgerissen, sondern renoviert worden (heute Verwaltungsgericht), und die Autobahn, die in Gelsenkirchen von der A2 bis zur A40 gehen sollte, wurde gestrichen. Die Bevölkerung ist übrigens in Gelsenkirchen inzwischen um fast ein Drittel gesunken. Nun hat sich die Einwohnerzahl in Stuttgart in den letzten Jahren nicht wesentlich verändert und war auch kein Grund für die Planung. Allerdings sind drei Dinge nicht mehr so wie damals:
  • Die zu erwartenden Kosten für das Projekt „Stuttgart 21“ sind erheblich gestiegen.
  • Die Finanzsituation hat sich auf allen politischen Ebenen wesentlich verschlechtert.
  • Viele Bürgerinnen und Bürger wollen heute den „alten“ Zustand erhalten.
In unserer heutigen schnelllebigen Zeit sollten Entscheidungen und Pläne ständig überprüft und aktualisiert werden. Dabei fühlen sich Politiker allzu oft für Entscheidungen, die ihre Vor- oder Vorvorgänger getroffen haben, nicht verantwortlich und sehen sich nur als gehorsam ausführendes Organ von Beschlüssen, mit deren Geschichte, Inhalt und Hintergrund sie sich nie in der erforderlichen Tiefe befasst haben. Aber wir leben nun mal nicht mehr in Höhlen, die von unzähligen Generationen unverändert als Lebensmittelpunkt genutzt wurden, und wir bauen auch keine Häuser mehr, die 100 Jahre gleichbleibend bewohnt werden. Wer heute über 15 Jahre in so unveränderten Schranken denkt, der hat vielleicht nicht ’mal mitbekommen, was ein Handy ist und wie man eine E-Mail schreibt. Wenn der Beschluss erst heute gefasst würde, das Projekt Stuttgart 21 durchzuführen: Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Entscheidung nicht dieselbe wäre wie vor 15 Jahren. Oder? Ihr Erler.Nordlicht@gmx.de

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