20.10.2010 - Geschenke

Gib dein Bestes, und du bist selbst der Beschenkte.
Volksweisheit

In Deutschland wurde der Spruch erfunden: „Es geschieht meiner Mutter ganz recht, dass ich mir die Finger abfriere, warum kauft sie mir keine Handschuhe!“. Das war zwar mehr im Zusammenhang mit Betrügereien in Versicherungsfällen entstanden, wenn man sich z.B. selbst die Antenne am Auto abbricht, um die Gemeinschaft der Versicherten zu schädigen, obwohl man ihr selbst angehört. Der Spruch gefällt mir aber trotzdem ganz gut, weil er das Verhältnis wischen Geber und Nehmer auf kuriose Weise beschreibt.

Aber das ist in der Weihnachts-Geschenke-Zeit zum Glück etwas anders. Da versuchen die meisten von uns, im Laufe des Jahres vielfach Versäumtes auszugleichen. Sie beschenken andere direkt oder spenden für Projekte in der ganzen Welt, um mit gutem Gewissens den Start in das Neue Jahr anzutreten. Aber es ist auch etwas Angst dabei, dass man es später heftig spüren bekommen könnte, falls man vergisst, den anderen zu beschenken.

Aus finanzieller Sicht hat sich auch eine seltsame Einstellung der Beschenkten herausgestellt. Empirische Untersuchungen in den USA und in Deutschland kommen nämlich übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass Beschenkte viel weniger für das gut gemeinte Weihnachtsgeschenk zahlen würden, als der Schenker bezahlen musste; andererseits würden sie aber erstaunlicherweise mehr als den Marktpreis verlangen, wollte man es ihnen abkaufen.

Es wäre gar nicht so schlecht, wenn von dieser gesteigerten Bereitschaft um die Weihnachtszeit, zum Glück anderer durch Schenken, Spenden oder auch Rücksichtnahme beizutragen, im Laufe des gesamten Jahres auch etwas mehr zu spüren wäre - ob zu Hause, am Arbeitsplatz oder vielleicht auch nur in der Straßenbahn.

Leider kommt die weihnachtliche Glückseligkeit in vielen Familien spätestens am 2. Feiertag zum Stillstand. Es ist tatsächlich belegt, dass in dieser Zeit z. B. die meisten Familienmorde in Deutschland passieren. Auch wenn es „Gott sei Dank“ überwiegend nur normale Familienstreitigkeiten sind, müssen wir alle ganz offensichtlich noch weiter daran arbeiten, unsere positiven Gefühle und Vorsätze – auch und gerade für andere – gleichmäßiger übers ganze Jahr zu verteilen. Diese Fähigkeit wäre ein gutes Geschenk, das bestimmt auch jeder zu schätzen wüsste und ganz gewiss nicht umtauschen würde. Oder?

Ihr
Erler.Nordlicht@gmx.de

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